Brauchen Sie auch ein ideales Team?
Welche Eigenschaften braucht ein gutes Team, um erfolgreich zu sein? Im Grimm‘schen Märchen „Die sechs Diener“ findet ein Königssohn außergewöhnliche Begleiter, die ihm dabei helfen, schier unüberwindliche Prüfungen zu bestehen – für eine große Liebe.
Hier erfahren Sie mehr über
- Reizvolle Herausforderungen
- Wertvolle Eigenschaften
- Erfolgreiche Teamarbeit
Text Irmela Neu

Prof. Dr. Irmela Neu lehrt Interkulturelle Kommunikation in Spanien und Lateinamerika an der Hochschule München für angewandte Wissenschaften (HM), gibt Seminare zu empathischer Kommunikation, ist Autorin und studierte Politologin. www.irmela-neu.de
Die Verblendung der Freier durch die Schönheit der Königstochter und deren schlimme Folgen
„Vorzeiten lebte eine alte Königin, die war eine Zauberin, und ihre Tochter war das schönste Mädchen unter der Sonne“. – so beginnt das ungewöhnlich lange Märchen „Die sechs Diener“.
Die alte Königin war von boshafter Natur, wollte sie doch die Bewerber um die Hand ihrer Tochter ins Verderben locken. Nicht nur, dass ihre Tochter auch weiterhin in ihrer umklammernden Obhut bleiben sollte, mehr noch! Es gab nämlich schon zahlreiche Freier, die ihr Glück versuchten. Doch bislang vergebens. Sie büßten ihr Wagnis mit dem Tode. Die Mutter stellte Ihnen eine Aufgabe, die bislang noch keiner geschafft hatte. Was passierte mit ihnen dann?
„Sie mussten niederknien, und das Haupt ward ihnen abgeschlagen.“ Allein die Vorstellung lässt erschauern. Geradezu sadistisch, würden wir heute sagen.
Von der Schönheit des jungen Mädchens „verblendet“, versuchten immer wieder Freier ihr Glück. Damals gab es zwar noch keine elektronischen Medien, doch die Schönheit der Königstochter machte besonders in Adelskreisen die Runde.
Wahrscheinlich ahnten die Mutigen nicht, welchen Prüfungen mit welchem Ausgang sie unterzogen werden würden – oder aber sie unterschätzten die Art der unerreichbaren Lösungen.

Unser Held befreit sich aus seiner Komfortzone und macht sich auf den Weg
Auch ein Königssohn hatte von der außerordentlichen Schönheit des jungen Mädchens vernommen; er wollte unbedingt um ihre Hand anhalten. Sein Vater, der König, verbot ihm allerdings sein Vorhaben rigoros: „Nimmermehr … gehst du fort, so gehst du in den Tod.“
Dieses drastische Verbot seines sicher um ihn besorgten Vaters betrübte seinen Sohn zutiefst. Er wurde so sterbenskrank, dass er „sieben Jahre lang“ darnieder lag; „kein Arzt konnte ihm helfen“. Er drohte zu sterben.
Als der Vater die Hoffnungslosigkeit angesichts des schlimmen Zustandes seines Sohnes einsehen musste, gab er ihm „voller Herzenstraurigkeit“ sein Einverständnis mit den Worten: „Zieh hin und versuch dein Glück.“
Daraufhin geschah etwas Bemerkenswertes. Auf der Stelle „stand er auf von seinem Lager, ward gesund und machte sich fröhlich auf den Weg.“
Eine echte Spontanheilung also, nachdem der tiefste Grund seines Siechtums wegfiel, weil der Vater seines Sohnes Willen stattgegeben hatte. Ab sofort war er von der väterlichen Autorität und seinem konditionierenden Umfeld befreit.
Raus aus der Komfortzone! Das setzte jene kreative Offenheit frei, die ihn „fröhlich“ stimmte, so dass er frohgemut sein Ziel verfolgte. Dabei blieb er nicht alleine, wie wir im Detail noch erfahren werden.
Das erste Teammitglied: extrem aufnahme- und abgabefähig
Als sich unser aus dem Raster seiner Herkunft gefallener Held auf den sehnsuchtsvollen Weg zu seiner angebeteten Schönheit machte, sah er im Heidefeld etwas liegen, das wie ein Heuhaufen aussah. Mitnichten! Bei näherer Betrachtung erwies es sich als ein dahingestreckter Mensch, dessen dicker Bauch wie ein Berg in die Höhe ragte. Beim Anblick des Reisenden richtete der Mann sich auf und wandte sich an den Königssohn.
Er bot ihm seine Dienste an. Der reisende Königssohn lehnte zunächst ab, denn was solle er bitte „mit einem so ungefügen Mann anfangen?“
Doch der übermäßig Dicke ließ sich nicht abwimmeln; vielmehr rühmte er seine Fähigkeiten: „Wenn ich mich recht auseinandertue, bin ich noch dreitausendmal so dick.“ Dies überzeugte unseren Königssohn – „so kann ich dich brauchen, komm mit mir.‘“ Fortan war er sein Reisebegleiter.
Halten wir fest: das erste Teammitglied ist in der Lage, seinen Umfang erheblich zu vergrößern, indem er viel in sich aufnimmt und auch wieder abgibt, wo es nötig ist. Zu zweit ziehen sie nun weiter.

Das zweite Teammitglied: Alleshörer und Alleswahrnehmer
Nach einer Weile stießen sie auf einen Mann, der auf dem Boden lag und ein Ohr auf den Rasen gelegt hatte; sichtlich horchte er sehr aufmerksam am Boden. Auf eine entsprechende Nachfrage unseres Königssohnes erklärte er den Grund dessen: „Ich horche, was eben in der Welt sich zuträgt, denn meinen Ohren entgeht nichts.“
Unser Königssohn wurde neugierig und wollte sofort wissen, was am Hof der alten Königin vor sich ginge? Nun, er hört „das Schwert auf den Kopf eines erfolglosen Freiers sausen.“
Von seinem zukünftigen Nutzen aufgrund der außergewöhnlichen Fähigkeit als Alleshörer und -wahrnehmer überzeugt, nahm er ihn mit auf die weitere Wanderschaft. Nach einer Weile des Wegs zu dritt sahen sie einen weiteren Menschen, der sich als geeignet für seine Aufnahme ins Team der Diener erweisen sollte. Bevor wir uns aber ihm widmen, halten wir fest: das zweite Teammitglied ist ein phänomenaler, hellhöriger Kundschafter mit den Fähigkeiten eines Spions.
Das dritte Teammitglied: Umgestalter von Strukturen und Überwinder von Raum und Zeit
Sie setzten ihre Reise fort und trauten ihren Augen nicht: zunächst sahen sie ein paar Füße und etwas von Beinen am Boden liegen, ohne das Ende des Körpers wahrnehmen zu können. Erst als sie eine „gute Strecke“ zurückgelegt hatten, „kamen sie zu dem Leib und endlich auch zu dem Kopf.“
Der „lange Strick“ pries seine Qualitäten: „Wenn ich meine Gliedmaßen erst recht ausstrecke, bin ich noch dreitausendmal so lang und bin größer als der höchste Berg auf Erden. Ich will euch gerne dienen.“
Überzeugt, dass er auch ihn „brauchen“ könne, nimmt der Königssohn ihn als Dritten im Bunde ins Team seiner Diener auf. Damit ist es um einen Menschen erweitert, der neue Landschaftsstrukturen in der Überwindung von Raum und Zeit erschaffen kann. Nicht schlecht! Doch ist das Team noch nicht vollständig …

Das vierte Teammitglied: ein Mann mit zerstörerischem Blick
Auf den vierten im Bunde wurden sie aufmerksam, weil er mit verbundenen Augen am Wegesrand saß. Warum das? Ist er blind? Nein, das nicht; doch was er anblicke, so erklärt er, „springt auseinander, so gewaltig ist mein Blick.“
Ein Blick mit Sprengkraft also – das kann ja mal sehr nützlich sein! Auch ihn konnte unser Königssohn auf der Wanderschaft brauchen.
Das fünfte Teammitglied hat umgepolte Empfindungen
Die Gruppe des Königssohns ging weiterhin des Wegs in Richtung des Wohnortes der schönen Königstochter. Da begegneten sie einem Mann, der in der glühenden Hitze der Sonne am ganzen Leib fror und zitterte. Wie das? Nun, so erklärte er, „meine ganze Natur ist ganz anderer Art, je heißer es ist, desto mehr frier’ ich, und der Frost dringt mir durch alle Knochen … mitten im Eis kann ich’s vor Hitze und mitten im Feuer vor Kälte nicht aushalten.“
Seine natürlichen Reaktionen auf Hitze und Kälte sind also genau umgekehrt als von der Natur vorgesehen. Verdrehte, umgepolte Körperempfindungen also! Wozu sich das noch als nützlich erweist? Lassen Sie sich überraschen!
Doch erst schauen wir uns das letzte Teammitglied an.
Das sechste Teammitglied hat einen Adlerblick
Schließlich trifft die Gruppe auf einen Mann mit einem außergewöhnlich langen Hals, der ihn zu einem Rundumblick über die Berge, gleichsam zu einem Adlerblick befähige: „Ich habe so helle Augen, dass ich über alle Wälder und Felder, Täler und Berge hinaus und durch die ganze Welt sehen kann.“ Unser Königssohn heißt ihn im Team willkommen, so einer fehle ihm noch.
Der Mann mit der globalen Sichtweise vervollständigt das Team. Zu siebt – der Königssohn und seine sechs Diener – erreichen sie schließlich die Stadt, in der die alte, blutrünstige Königin und ihre bildschöne Tochter zu Hause sind – und suchen sie auf. Unser Held spricht bei ihr vor.
Wie geht es weiter und wie kommt das Team zum Einsatz?

Das Team in Aktion bei der ersten Aufgabe der Königinnenmutter
Als die alte Königin den Jüngling erblickte, freut sie sich bereits, dass er bald in ihrer Gewalt sein würde und … Sie wissen schon!
Drei Aufgaben sollte unser Königssohn lösen, erst dann könne er ihre Tochter ehelichen – diese hatte also gar nichts zu melden, wer ihr Ehemann werden sollte. Gleich die erste Aufgabe war eine heftige Herausforderung: er solle den Ring herbeibringen, sagte sie, „den ich ins Rote Meer habe fallen lassen.“ Der Königssohn ging heim zu seinen Dienern. Gemeinsam machten sie sich an die Lösung der Aufgabe:
Der mit den hellen Augen (Teammitglied Nummer sechs) identifiziert den Ort, an dem der Ring liegt.
Der Dicke (Teammitglied Nummer eins) trinkt das Meer aus, „dass es trocken ward wie eine Wiese“.
Der Lange (Teammitglied Nummer drei) bückt sich und holt den Ring mit der Hand heraus.
Geschafft! Der glückliche Königssohn brachte also der alten Königin den Ring. Sie identifizierte ihn als ihren und konnte es kaum glauben. Begierig stellte sie die zweite Aufgabe.
Das Team in Aktion bei der zweiten Aufgabe
Bei der ersten Aufgabe waren drei Teammitglieder zum Einsatz gekommen; es gab also noch Ressourcen! Die zweite Aufgabe hatte es auch gehörig in sich: „Dreihundert fette Ochsen vor dem Park des königlichen Schlosses“ seien zu verspeisen, und zwar „mit Haut und Haar“.
Damit nicht genug forderte die Alte zudem: „Unten im Keller liegen dreihundert Fässer Wein, die musst du dazu austrinken; und bleibt von den Ochsen ein Haar und von dem Wein ein Tröpfchen übrig, so ist mir dein Leben verfallen.“ Ganz klar: sie will seinen Kopf rollen sehen!
Natürlich meistert das Team auch diese Aufgabe. Sie haben es sicher schon erraten. Teammitglied eins wird mit seinem unglaublichen Fassungsvermögen der Aufgabe voll und ganz gerecht – sehr zum Erstaunen der Königin, die nur eines will: „Du wirst mir nicht entgehen und wirst deinen Kopf nicht oben behalten.“
Die dritte Aufgabe sollte diesem Ziel dienen. Sie war entsprechend raffiniert ausgeklügelt … doch mobilisierte sie weitere Ressourcen im Team. Lassen Sie sich überraschen!
Das Team in Aktion bei der dritten Aufgabe
Die letzte Aufgabe war anderer Natur. Der Königssohn sollte in die Kammer der schönen Königstochter gebracht werden. Sie solle in seinen Armen liegen und er nicht einschlafen: „Ich komme um Schlag 12 Uhr, und ist sie dann nicht mehr in deinen Armen, so hast du verloren.“ Das klingt leicht, doch … ließ sie ihn und das Team durch einen Zauber vor zwölf Uhr einschlafen. In dieser Zeit entführte sie die Jungfrau.
Als alle wieder viertel vor Zwölf aufwachten, war sie verschwunden. Sie zu finden, erforderte rasche, gezielte Teamarbeit! Die Diener gingen ans Werk.
Der Horcher (Teammitglied Nummer zwei) machte sie in einem Felsen sehr weit weg ausfindig. Der Seher mit dem zerstörerischen Blick (Teammitglied Nummer 4) sprengte mit seiner Zerstörungskraft den Felsen weg; der Lange (Teammitglied Nummer drei) holte sie aus dem Felsen heraus und brachte sie in ihre Kammer zurück. Welch aufeinander abgestimmte, präzise Teamarbeit, und das auch noch in der Viertelstunde, die ihnen vor zwölf Uhr verblieben war!
Die Zauberin war sich ihrer Sache absolut sicher, dass diese Aufgabe nicht zu schaffen sein würde. Sie machte ein „höhnisches Gesicht“, als sie Punkt zwölf Uhr in die Kammer ihrer Tochter kam. Als sie dort ihre Tochter in den Armen des Königssohnes und Freiers sah, „erschrak sie und sprach: Da kann einer mehr als ich.“
Coole Ansage! Der Königssohn hatte also mit seinem Team von sechs Dienern auch diese letzte Aufgabe gemeistert. Doch sie gab sich mitnichten geschlagen. Raffiniert, wie die Königin war, wandte sie eine andere, psychologische Waffe an.
Kurze Pause vor dem Weiterlesen: Was meinen Sie, geneigte Leser, welche Waffe das sein kann?
Die Waffe der Manipulation
Die Alte stachelt ihre Tochter auf, indem sie Hass und Standesdünkel bei ihr aktiviert: „Schande für dich, dass du gemeinem Volk gehorchen sollst und dir einen Gemahl nicht nach deinem Gefallen wählen darfst.“ Wie bitte? Die Alte gibt drei Prüfungen vor, ihre Tochter muss den erfolgreichen Freier egal welcher Herkunft heiraten. Unser Held hat mit der Hilfe seines Teams von Mitgliedern des „gemeinen Volkes“ alle drei Prüfungen mit Bravour bestanden.
Woher er selbst stammt, ist Mutter und Tochter unbekannt. Jetzt setzt die Alte ihrer Tochter auch noch einen weiteren Floh der „Schande“ ins Ohr: ihren zukünftigen Mann habe sie nicht frei wählen können … Manipulation pur! Das Gift der Alten wirkt.
Jetzt ist es die schöne Königstochter, die dem erfolgreichen Freier noch eine Bedingung stellt. Einer seiner Leute solle sich mitten ins Feuer setzen. Sie hoffte, es sei der Königssohn aus Liebe zu ihr; das würde er nicht überleben, „und dann wäre sie frei“, denkt sie. … und keine Gemahlin, sondern wieder bei ihrer Mutter. Diese hat doch wirklich ganze Unterdrückungsarbeit geleistet!
Doch ihre Hoffnung geht nicht auf: Teammitglied Nummer fünf kommt nun zum ersten Mal in Aktion. Er setzt sich in die Flammen – und friert ganz erbärmlich! Damit ist auch dieses Hindernis in Form einer Aufgabe der Königstochter erfolgreich gelöst.
Ist nun das Märchen zu Ende? Vielleicht mit einer Heirat? Oh nein, noch ganz und gar nicht. Die Alte ist hartnäckig, gibt sich noch nicht geschlagen. Ihre Tochter gehört ihr, nicht dem erfolgreichen Freier! Sie geht aufs Ganze …
Das letzte Aufgebot zur Vernichtung des erfolgreichen Freiers
Die Alte konnte, wie sie noch einmal zur Tochter sagte, „ die Schande nicht ertragen“ und schickte Kriegsvolk und ihre „geharnischten Reiter, die Ihr die Tochter zurückbringen sollten“. Vergebens: das bewährte Team ging siegreich aus dem kriegerischen Angriff hervor. Lassen Sie Ihre Fantasie walten, wie das Team auch dieses meisterte …
Ist damit das Märchen glücklich zu Ende gegangen? Oh nein, denn es kommt noch eine wichtige Episode, was die Königstochter angeht. Die betrifft nur sie und den Königssohn, nicht mehr das Team.
Die sechs Mitglieder, die Diener, sahen ihre Aufgaben in perfekter Zusammenarbeit als erfolgreich erledigt an; sie nahmen Abschied und ein jeder ging seines Wegs. Und jetzt? Was steht dem gemeinsamen Lebensweg der beiden noch im Weg?
Die Überwindung der Komfortblase zur Herstellung der Augenhöhe
Das Paar – die Königstochter und der erfolgreiche Freier – wurde in der Kirche „eingesegnet“. Die Königstochter und nun Gemahlin wusste bislang noch nichts von der Herkunft und der sozialen Stellung ihres Gemahls. Sie wissen, geneigte Leser, dass auch er ein Königssohn war. Er gab sich jedoch zunächst als solcher nicht zu erkennen; mehr noch: er gab sich vor seiner Gemahlin als „Schweinehirt“ aus, als sie nach dem Kirchgang auf dem Heimweg eine Schweineherde trafen.
Darüber hinaus veranlasste er in der Pension des Wirtshauses, in die sie sich einquartiert hatten, dass ihre königlichen Kleider des nachts heimlich gegen grobe, bäuerliche Kleider ausgetauscht wurden. Der Trick war erfolgreich! Die nun Gemahlin, die schöne Tochter der alten Königin, glaubte nach einer Weile wirklich, er sei Schweinehirt; sie hütete mit ihm die Herde und dachte: „Ich habe es verdient mit meinem Hochmut und Stolz.“
Welche Verwandlung und Selbsterkenntnis durch diese für sie völlig neue Arbeit in anderen Kleidern außerhalb ihrer Komfortzone und dem Würgegriff ihrer Mutter, der alten Königin!
Zu guter Letzt führten sie schließlich ein paar Leute ins Schloss ihres Gemahls und brachten sie zu ihm. Da stand er nun in seinen königlichen Kleidern, fiel ihr um den Hals, küsste sie und sprach: „Ich habe so viel für dich gelitten, da hast du auch für mich leiden sollen.“
Wollte er sich etwa rächen? Das wäre zu einseitig. Er hat sie aus ihrer Komfortzone herausgeführt, die auch er einst verlassen hatte. Damit hat er die Voraussetzung für eine Beziehung auf Augenhöhe geschaffen – recht klug!
„Nun ward erst die Hochzeit gefeiert, und der’s erzählt hat, wollte, er wäre auch dabei gewesen.“
So endet das Märchen.
Vom Wert des Teams
Das Verlassen der eigenen Komfortzone macht es möglich, ein Team auf Augenhöhe zu bilden. Jeder einzelne verfügt über eine bestimmte Eigenschaft, die sich in der konkurrenzlosen, sich ergänzenden Zusammenarbeit als wertvoll erweist. Ihre Qualitäten decken alle Aufgabenfelder ab.
Von besonderem Nutzen sind aus heutiger Sicht:
- Hören, Sehen, achtsames Wahrnehmen zu Erkenntnis, Transformation und Wandel nutzen;
- wenn es feurig zugeht, kühl bleiben;
- die reibungslose Zusammenarbeit in gegenseitigem Respekt als Quelle der Freude nutzen, da sie zum Erfolg führt.
Was aktueller ist denn je:
Die kreative Teamarbeit, bei der die einzelnen Mitglieder ihre Fähigkeiten auf Augenhöhe einbringen können. Nach wie vor gibt es eine der besten Voraussetzungen hierzu: die eigene Komfortzone wenigstens für eine Weile für neue Erfahrungen zu verlassen.
Dies macht von alten Gewohnheiten und Konditionierungen frei; gleichzeitig öffnet es das Feld in die Reise neuer Möglichkeiten. Sehr zu empfehlen! In Leichtigkeit und Freude …
Fotos: Dall-E


