Daumesdick – Von der Kraft der Geborgenheit
Das Grimmsche Märchen „Daumesdick“ handelt von Liebe und wie sie uns Selbstvertrauen und Resilienz geben kann, um Herausforderungen wie Gefahren mit nonchalanter Leichtigkeit zu trotzen. Damals wie heute!
Hier erfahren Sie mehr über
- Liebe
- Mut
- Geborgenheit
Text Irmela Neu

Prof. Dr. Irmela Neu lehrt Interkulturelle Kommunikation in Spanien und Lateinamerika an der Hochschule München für angewandte Wissenschaften (HM), gibt Seminare zu empathischer Kommunikation, ist Autorin und studierte Politologin. www.irmela-neu.de
So beginnt das Märchen: „Es war ein armer Bauersmann, der saß abends beim Herd und schürte das Feuer, und die Frau saß und spann.“
Das Wirken am Spinnrad zur Herstellung von Fäden, die dann zur Kleidung weiterverarbeitet wurden, war damals vor allem bei Bauersleuten allgemein üblich und eine typische Tätigkeit der Frauen. Im Märchen entspann sich dabei ein Gespräch, das weitreichende Folgen haben sollte.
Der tiefe Herzenswunsch
Der Bauer begann dieses damit, dass er sein tiefes Bedauern darüber aussprach, dass ihnen keine Kinder vergönnt seien. Nicht etwa, um ihre Nachfolge zu sichern, nein.
„Es ist so still bei uns, und in anderen Häusern ist’s so laut und lustig.“ Ein aus heutiger Sicht bemerkenswerter Wunsch!
Diesen Wunsch bestätigte seine Frau, dabei seufzend. „und wenn’s nur ein einziges wäre, und wenn’s auch ganz klein wäre, nur daumengroß, so wollt’ ich schon zufrieden sein; wir hätten’s doch von Herzen lieb.“
Nun, es war ein wirklich tiefer Herzenswunsch; wir wissen heutzutage auch aus wissenschaftlicher Sicht, dass unser Herz eine viel größere Strahlkraft hat als unser Hirn.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der tiefempfundene, lange schon gehegte Wunsch auch materialisiert, ist durchaus hoch. Genau das geschah. Nach „sieben Monaten“ gebar die Frau ein Kind – ein Frühchen also, würden wir heute sagen.
Es war vollständig und gut gebaut, „aber nicht länger als ein Daumen.“ Ein Winzling also. Wie war ihre Reaktion? Waren sie enttäuscht, wollten sie es bei seinem Anblick weggeben?
Keinesfalls, im Gegenteil. „Es ist, wie wir es gewünscht haben, und es soll unser liebes Kind sein,“ sagten beide einmütig. Sie blieben also voll und ganz dabei, nahmen ihre eigene Aussage, die mit ihrem Wunsch gekoppelt war, ganz und gar ernst. Sie nannten ihn „Daumesdick“, liebten ihn sehr und verwöhnten ihn mit ihrer Liebe.
Er bekam ein besonders gutes Essen, obwohl sie sicher selbst nur über knapp bemessene Nahrungsmittel verfügten. Sie ließen es für ihren geliebten Daumesdick an nichts fehlen. Bei allem blieb er so klein wie schon bei seiner Geburt. Er sollte sich indes noch als ihr großes Glück erweisen. Einfach durch sein Dasein oder gab es da noch mehr?

Daumedicks Geschenk an seine Eltern
Daumedick war munter und schaute hellwach und „verständig“ aus seinen Augen in die Welt; darüber hinaus erwies er sich „als ein kluges und behendes Ding, dem alles glückte, was es anfing.“
Klein, aber oho, würden wir heute sagen. So klein er war, so wendig, pfiffig und schlau war er – mit einer unbändigen Kreativität. Er nutzte diese, um bei der ersten Gelegenheit, die sich ihm bot, seinen Eltern Gutes zu erweisen. Er gab ihnen damit zurück, was er von ihnen erhalten hatte: ein geborgenes, liebevolles Nest. Was genau geschah?
Eines Tages ging der Bauer seiner Tätigkeit im Wald nach; er wollte Holz fällen, das sie so nötig brauchten, und mit seinem Pferdewagen nach Hause transportieren. Eine durchaus schwere Arbeit, da er alleine war und alles selbst handwerklich schaffen musste. So ist sein Wunsch nach Hilfe sehr verständlich. Er wollte, dass ihm jemand bei der Lenkung des Wagens zur Hand gehen könnte. Das vor den Wagen gespannte Pferd brauchte Führung, um zu den vom Bauern erstellten Holzscheiten zu gelangen. Doch wie sollte das ohne Hilfe möglich sein?
Nun, unser gewiefter Daumesdick wusste eine Lösung! Sie ist für den heutigen Leser sicher weniger überraschend, doch nach wie vor erstaunlich. Nein, die Kraft zum Lenken des Pferdes hatte er freilich nicht; doch er konnte etwas anderes. Die Mutter sollte das Pferd anspannen, und er – na, kommen sie darauf, geneigte Leser? Er wollte sich ins Ohr des Pferdes setzen und ihm zurufen, was es ausführen sollte. Ein kleiner, doch sehr kreativer Pferdeflüsterer also! Wie gut das funktioniert, wissen wir heute durch zahlreiche Beispiele – doch war dies auch damals schon erfolgreich?
Konkret: schaffte es der Kleine? Sie ahnen es schon: ja!

Die argwöhnischen Beobachter
Natürlich waren seine Eltern erst einmal skeptisch, doch ließen sie sich auf einen Versuch ein. Also wurde unser Kleiner aktiv und rief dem Pferd energisch zu: „Jüh, Joh, Hot und Har.“ Wirklich pfiffig und einfallsreich, denn er hatte ja mit der Führung eines Pferdes keine Erfahrung. Vielleicht hat er es sich abgeschaut, so achtsam, wie er von Natur aus war. Seine Anweisungen führten „wie bei einem Meister“ zum Erfolg, und er lenkte das Pferd dahin, wo der Bauer das Holz ohne langes Schleppen auf den Wagen heben konnte.
Dies erregte Aufmerksamkeit, als zwei fremde Männer des Wegs kamen. Sie waren fürbass erstaunt, konnten sie doch den Daumesdick nicht sehen, wohl aber die gezielten Rufe vernehmen, denen das Pferd gehorchte. Sehr seltsam! Da ging es doch nicht mit rechten Dingen zu! Die beiden Fremden beschlossen also, das Szenario genau zu beobachten und folgten dem Karren. Sehr zu ihrer Verwunderung hielt der Wagen an der richtigen Stelle bei den Holzscheiten.
Nach erfolgreich getaner Arbeit rief der Däumling seinem Vater zu, er solle ihn nun wieder herunterholen. Das tat er dann auch, indem er das Pferd sanft festhielt und „sein Söhnlein aus dem Ohr holte“. Der Kleine setzte sich dann „ganz lustig auf einen Strohhalm nieder.“ Das erweckte sogleich – na, was wohl? – bei den beiden argwöhnischen Beobachtern.
Die erste Herausforderung: der Verkauf des Kleinen
Des einen Erfolg ist des anderen Neid! Wir schauen uns das näher an und verfolgen den Verlauf des Märchens.
Als den beiden Beobachtern der Szene klar war, welch großen Nutzen der kleine Kerl auch ihnen bringen könnte, berieten sie sich untereinander und heckten einen Plan aus. Sie gingen zu dem Bauern, dem Vater des Kleinen, und boten ihm Geld an, wenn er ihnen den Däumling verkaufen würde. Sie sahen in ihm also eine Ware, die sie für sich erwerben wollten, damit er ihnen Vorteile brächte. Natürlich versprachen sie seinem Vater eine gute Behandlung des Kleinen. Das war sicher ein verlockender Vorschlag für die armen Bauersleute. Doch nicht wirklich!
Auch in diesem Fall blieb der Bauer mit seiner Antwort seinem Herzen treu, das von Anbeginn an durch bedingungslose, liebevolle Annahme seines Kindes geprägt war:
„Nein, er ist mein Herzblatt und ist mir für alles Gold in der Welt nicht feil.“
Eine klare Ansage! Doch wie reagierte der Kleine? Immerhin hatte er den Vorschlag, ihn zu verkaufen, genau gehört. War er zunächst empört, als er von dem Vorschlag der beiden Hinzugekommenen hörte? Erfreut über die Treue seines Vaters zu ihm? Mitnichten! Er sah in dem Angebot eine Chance, seinen Eltern Geld zukommen zu lassen, ohne dass er selbst Schaden nehmen würde.
Überlegt, getan. Er kletterte auf die Schulter seines Vaters und flüsterte ihm ins Ohr, er solle ihn nur gegen Geld hergeben, er werde schon zu ihnen, seinen Eltern zurückkommen. Hui, das ist eine unerwartete Wendung des Geschehens! Er lässt sich verkaufen, dafür bezahlen und will einen Weg finden, nach Hause zurückzukehren. Geschieht dies, und kommt er wirklich zurück?

Mut macht kreativ
Der Handel kommt also mit seiner Einwilligung zustande. Gegen ein „schönes Stück Geld“ kommt unser Kleiner in den Besitz der beiden Männer, die sich von ihm Vorteile versprechen. Auf die Frage, wo er denn nun sitzen wolle, hatte er eine klare Antwort: auf dem Rand des Hutes von einem seiner neuen Herren, denn so könne er in die Landschaft schauen und nicht herunterfallen. Das Argument leuchtet ein. Nach dem tatsächlich erfolgten Abschied von seinem Vater nimmt er auf dem Hutrand Platz.
Nach einer Weile bat er darum, ihn von seinem Sitz herunterzuheben, es sei „nötig.“ Nach einigem Hin und Her, wobei der Däumling immer ein gutes Argument für sein Vorhaben vorbrachte, setzten sie ihn auf der Erde ab. Nun, was tat er dann? Er verschwand in einem Mauseloch auf Nimmer Wiedersehen – und lachte die beiden obendrein noch aus. Doch er war für sie nicht mehr auffindbar.
Mut macht unerschrocken und erfolgreich
Das war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich. Mit der Nachtruhe wurde es nichts, denn es kamen zwei weitere Menschen in seine Nähe, die offensichtlich ein diebisches Vorhaben besprachen; sie wollten den Pfarrer beklauen. Da bot der Kleine, der inzwischen aus seinem Mauseloch gekrochen war, doch tatsächlich seine nützlichen Dienste an!
Er könne zwischen den Eisenstäben in die Vorratskammer des Pfarrers kriechen und ihnen alles herausreichen, was sie wollten. Unser Daumesdick, ein Mithelfer bei diebischen Absichten? Das passt so gar nicht in unser Bild von ihm als Helfer mit guten Absichten! Naja, er kann auch ungute Absichten wie die der beiden Käufer entlarven und ihnen ein Schnippchen schlagen. Ja, entlarven kann er – auch in diesem Fall. Doch wie?
Er führte die Diebe in spe zum Haus und an die Vorratskammer des Pfarrhauses. Tatsächlich kroch unser Kleiner durch deren Gitterstäbe. Doch dann brüllte er mehrfach aus Leibeskräften, was sie, die beiden hoffnungsfrohen Diebe, denn aus der Kammer geklaut haben wollten? Das laute, ja gebrüllte Fragen gefiel den Dieben so gar nicht, klar.
Jedenfalls weckte es die erschrockene Pfarrköchin auf, die aufstand, in die Küche lief und Licht anzündete. Die Diebe flüchteten sofort und Daumesdick verschwand ungesehen blitzschnell in der Scheune. Die Köchin sah also nichts, legte sich wieder schlafen und meinte, dies sei ein Traum gewesen. Daumesdick legte sich seinerseits ins Heu und schlief tief und fest ein.
Doch die Herausforderungen gehen weiter! Sie sind noch viel heftiger; ja, es sind richtige Prüfungen. Welche? Wie würde er sie diesmal meistern?

Däumelings Reise durch die Mägen der Tiere
Am frühen Morgen kam die Magd in die Scheune, um den Kühen frisches Heu als Futter zu geben. Sie erwischte auch den Heuhaufen, in dem der Kleine tief und fest schlief. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Er geriet ins Maul der Kuh, wo er sich zwar laut bemerkbar machte, doch vergeblich; die Magd hörte zwar ein Rufen, doch blieb es dabei. Wenigstens gelang es ihm, nicht zermahlen zu werden, sondern heil zu bleiben. Ihm wurde klar, dass er nun in den dunklen Magen der Kuh fallen würde. Ja, so war es.
Nicht nur die Dunkelheit setzte ihm dort zu, sondern auch die zunehmende Enge im Magen; denn dieser wurde mit anhaltender Fütterung durch die Magd immer voller, sein Platz im Magen dem entsprechend immer gedrängter. Sein lautes Bitten, mit der Fütterung aufzuhören, vernahm die Magd sehr wohl – was sie jedoch in Panik versetzte, so dass sie die bereits gemolkene Milch verschüttete. Nicht nur das: in ihrer Panik rannte sie zum Pfarrer, um zu berichten, die Kuh würde reden und um Beendigung des Fütterns bitten. Wie reagierte dieser?
Er erschrak bis ins Mark und witterte – seinem Weltbild entsprechend – böse Umtriebe. In die Kuh musste ein böser Geist gefahren sein! Was tun? Weg damit. Er ließ sie folgerichtig augenblicklich schlachten. Der böse Geist war somit gebändigt. Das wäre geschafft! Und der Däumling?
Nun, der Magen mit dem Däumling kam auf den Mist. Doch neues Unheil geschah: der Magen samt Inhalt wurde von einem Wolf gefressen. Action pur, der Kleine kommt aus den heraus fordernden Geschehnissen mit Prüfungscharakter einfach nicht heraus! Oder doch? Der Kleine ist schlau, wie wir schon wissen.
Er ist nach wie vor im Magen des Wolfes, doch er redet mit ihm aus dem Bauch heraus. Er macht dem Wolf einen Vorschlag, den dieser sicher nicht würde abschlagen können: er, Daumesdick, wisse sehr gut, wo es einen „herrlichen Fraß“ exklusiv für ihn gebe. Sehr clever, unser Kleiner, er weiß um die Zugkraft der verführerischen Manipulation durch ein verlockendes Angebot. Und ist damit erfolgreich. Ein gewiefter Kommunikator mit einer klaren Absicht. Welcher, das sehen wir noch.
Der Wolf „ließ sich das nicht zweimal sagen“, sondern ging sogleich auf dieses verheißungsvolle Angebot ein. Also half ihm unser Kleiner, den Zugang zur Speisekammer zu finden. Es war der Weg zu seines eigenen Vaters Haus! Der Wolf fraß sich dort in der Speisekammer so richtig satt. Dumm und dämlich sozusagen! Die Folge dessen? Er kam, so dick wie er nun war, nicht wieder aus dem Ort heraus, in den er mit der Hilfe des Däumlings in die Vorratskammer hineingekommen war. Und nun? Der Kleine hatte ihm die Festmahlzeit ermöglicht, der Wolf stak fest, und der Däumling? Der war noch im Bauch des Wolfes.
Von dort aus schrie er aus Leibeskräften. Er hatte natürlich damit gerechnet, dass genau das passieren würde: der Wolf hatte sich so dick gefressen, dass er in der Falle saß. Er hatte den Wolf also bewusst in eine Falle gelockt, indem er dessen Verführbarkeit zu seiner schlau eingefädelten List nutzte. Zudem konnte er auf Befreiung hoffen, da er sich ja mit dem Wolf – wenn auch in dessen Magen – in seines Vaters Haus befand.
Ganz schön raffiniert, unser Kleiner! Der Wolf war seinerseits erwartungsgemäß empört und mahnte vergeblich zur Ruhe. Der Kleine schrie weiter, was er mit folgendem Argument begründete: „Du hast dich satt gefressen, ich will mich auch lustig machen.’“ Was dann geschah, ist leicht zu erraten.
Die Eltern wachten auf, erschlugen den Wolf und befreiten ihren Liebling aus dessen Magen. Er hatte sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: der Wolf war erledigt und seine eigene, den Eltern zugesagte Rückkehr in sein Elternhaus war geglückt. Ja, sie hätten sich viel Sorgen um ihn gemacht, sagten sie ihm. Doch darauf meinte der Daumesdick, er sei „viel in der Welt herumgekommen(…) in einem Mauseloch, in einer Kuh Bauch und in eines Wolfes Wanst.“
Aha, das war also sein Verständnis davon, dass er viel in der Welt herumgekommen war. Tatsächlich völlig ungewöhnliche Orte, die er wohl so ziemlich als einziger Mensch bereist haben dürfte. Eine exklusive Reise sozusagen! Oder doch nicht so einmalig? Wörtlich gesehen, sicher. Doch es ist eine Reise mit Symbolcharakter.

Geborgenheit als Grundlage für Kreativität und Erfolg im Leben
Er ist also wie versprochen wieder nach Hause gekommen. Der Wolf hatte zwar die elterliche Vorratskammer dezimiert, doch würde unser Kleiner sicher pfiffige Wege finden, dass diese bald wieder gefüllt wird. Jedenfalls waren seine Eltern so froh, ihn wieder bei sich zu haben und bekräftigen von Herzen: „Und wir verkaufen dich um alle Reichtümer der Welt nicht wieder.‘ Sie herzten und küssten ihren lieben Daumesdick. Sie gaben ihm zu essen und zu trinken und ließen ihm neue Kleider machen; denn die seinigen waren ihm auf der Reise verdorben.“ Damit endet das Märchen.
Was ist Geborgenheit? Sicherlich erst einmal die liebevolle Annahme dessen, was uns das Leben zuteilwerden lässt – zumal, wenn es einem Herzenswunsch entspringt. Voller Vertrauen und Dankbarkeit im Leben geborgen sein! Darüber hinaus ist Geborgenheit dann gegeben, wenn dies die Erschaffung eines harmonischen Umfeldes befördert. Daraus kann Vertrauen erwachsen, auch widrige Umstände des Lebens erfolgreich meistern zu können. Herausgeforderter Mut und Kreativität machen es möglich! Schauen wir noch einmal auf das Märchen.
Mit dem Geborgenheit spendenden Zuhause beginnt es; die erste Herausforderung gibt dem Daumesdick die Gelegenheit, das Elternhaus zu ehren und das zurückzugeben, was ihm seine Eltern an Liebe geschenkt haben. Doch sein weiterer Weg verläuft keinesfalls geradlinig, sondern mit Prüfungen gespickt. Es sind Prüfungen zur Individuation als selbständiger Mensch, um dann wieder liebevoll empfangen nach Hause zu kommen. Der Kreis schließt sich.
Die Herausforderungen selbst können heftig sein. Sie sind durchaus archetypisch: verkauft, verschaukelt, weggegeben werden, diebischen oder allgemein unguten Absichten im Außen trotzen, in Dunkelheit und bedrängender Enge wach bleiben und noch als Selbstrettung gezielt handeln können, weiterhin klug und durchaus listig-kreativ Widersacher mit bösen, betrügerischen Absichten zu Fall bringen; doch auch eigene Schwachstellen wie Verführbarkeit oder Gier im „Habenwollen“ erkennen. Sie können in gegnerischer und manipulativer Absicht ausgenutzt werden.

Lösungen suchen, Neues lernen und lebenslang wachsen!
Wer kennt solche Situationen im Verlauf des Lebens nicht? Wahrscheinlich wir alle. Es kommt nicht so sehr darauf an, übervorteilt worden zu sein, sondern darauf, eine gute, rettende Lösung zu finden und umzusetzen. Dies führt uns gereift und gestärkt zurück zu uns selbst – gleichsam nach Hause.
Geborgenheit macht uns stark. Nicht immer ist sie einfach gegeben. Doch wir können sie uns erschaffen. Eine liebevolle Umgebung macht es möglich! Vor allem sorgt sie dafür, dass wir uns selbst und unseren Werten treu bleiben. Dies ist ein lebenslanger Prozess, eine Reise, bei der wir selbst wachsen und immer wieder Neues lernen. Es lohnt sich, dies bewusst zu gestalten! In Leichtigkeit und mit einer Prise Humor. Einfach dranbleiben!
Fotos: Dall-E


