SCHNEE, DER AUF ZIRBEN FÄLLT
Am Ende der Straße zur Turracher Höhe, zwischen Kärnten und der Steiermark, erwartet man eigentlich nichts mehr. Und dann das: ein Wintermärchen für Genießer begrüßt den erstaunten Neuankömmling.
Hier erfahren Sie mehr über
- Den größten europäischen Zirbenwald
- Das Hotel Hochschober am See
- Kobolde und Pulverschnee
Text Gerd Giesler

Gerd Giesler ist Kommunikationsprofi und Inhaber der Agentur Journal International The Home of Content sowie leidenschaftlicher Reporter und Autor, z.B. monatlich für PURPOSE.
Ihr Duft ist einzigartig. Er beruhigt das Gemüt und fördert den Schlaf. Zirben wachsen nur im Hochgebirge, halten Frost bis zu minus 40 Grad stand und können bis zu 1.000 Jahre alt werden.
Der Turracher See liegt auf 1.763 Metern, genau auf der Landesgrenze zwischen Kärnten und Steiermark. Er ist das Herzstück eines weltentrückten Hochplateaus. Der See ist eingebettet in jahrhundertealte Zirben-Bestände, die den größten zusammenhängenden Zirbenkieferwald Europas bilden.
Im Winter, wenn eine meterdicke Eisschicht den See zudeckt, formen Wind und Kälte aus schneebedeckten Zirben bizarre Skulpturen.
In Vollmondnächten erweckt die Phantasie so Feen und Kobolde zum Leben. An Sonnentagen, schmilzt der Schnee auf den Ästen und erwärmt die Rinde. Dann verströmen die ätherischen Öle der Bäume einen Duft, der sich wie ein Schleier über die Turracher Höhe legt und der schneesichersten Skiregion Österreichs mit präparierten Pisten bis auf 2.250 m Seehöhe eine würzige, unverwechselbare Note verleiht.

HAMAM UND CHINATURM AUF 1.800 METER HÖHE
Inmitten dieses Naturjuwels, zwischen blühenden Almwiesen im Sommer und tief verschneiter Bergwelt im Winter, verwirklichte Hans Leeb, der hier in bäuerlichen Verhältnissen aufwuchs, mit seiner Frau Hilde am 25. August 1929 den Gasthof Hochschober. Gottesfürchtig, voller Demut der Natur gegenüber, aber auch ehrgeizig, innovativ und einfallsreich: 30 Betten, fließend Kalt- und Warmwasser und damals „neumodischer“ Zentralheizung.
Das Gepäck von Sommerfrischlern und Wanderlustigen aus Wien, Graz und Süddeutschland wurde per Ochsenkarren bis zum Hotel gebracht. Im Winter steuerten Skitourengeher den neuen Gasthof an und machten die Passhöhe zu einem Ganzjahresziel.
Nachdem Sohn Peter den Hochschober zu einem Wellness-Tempel ausbaute, entschlossen sich 2002 Karin Leeb und Ehemann Peter in dritter Generation die Nachfolge anzutreten. Kein leichtes Los. Sie tun dies jedoch gelob den nachhaltigen Grundsätzen des Großvaters mit viel Fingerspitzengefühl sowie unternehmerischem Mut und Fürsorge um das hochmotivierte Service-Team.
Und wissen, gemäß der alten Bauernregel: So wie es in den Zirbenwald hineinruft, so schallt es heraus.
„HOCHSCHOBERN“ IM HOCHSCHOBER
Die Turracher Höhe ist für viele Gäste nicht das Skigebiet, das am nächsten liegt, aber vielleicht das naheliegendste in Sachen Attraktivität. Denn das Hotel Hochschober verwöhnt seine Gäste mit mehr als 100 Inklusivleistungen wie ziemlich beste Freunde.
Wer morgens ankommt, kann bereits Wellness und Mittagsbuffet nutzen. Das gilt auch für den Abreisetag. Selbst für das orientalische Hamam, die Teezeremonien im Chinaturm, die Yoga-und Outdoor-Programme, sowie das Kuchenbuffet am Nachmittag muss man nichts extra berappen.
„Hochschobern“ nennen das die Stammgäste und halten ihrem Hotel die Treue. Hier werden selbst Familien und Paare mit unterschiedlichen Interessen glücklich. Während der eine dem Skifahren oder Snowboarden frönt, genießt der andere Aquafitness, Vinyasa Yoga, Faszientraining oder eine Lesung am Kamin.
Und während der Ferienzeiten gibt es Kinderbetreuung an sechs Tagen und einen Jugendclub für Teens.

SAUNIEREN AM SEE UND VIEL FREIHEIT FÜR ALLE GÄSTE
Abends, nach einem erfüllten Tag, trifft man sich in der jüngst eingeweihten, modernen Arena-Sauna direkt am See und sieht den Schnee auf Zirben fallen, während Maestro Alen bei mystischen Klängen tänzelnd den Fächer schwingt und aromatisierte Eiskugeln auf heißen Steinen verdampfen lässt.
Rund 3,5 Millionen Euro investieren die Leebs in die Erweiterung des Wellness-Bereichs, der mit exklusiven See-Chalets für Gäste, die auf mehr Privatsphäre Wert legen, 2028 einen krönenden Abschluss finden wird.
Auch vierbeinige Freunde sind im Hochschober willkommen und werden von Haushund Ronja meist schwanzwedelnd begrüßt. Sogar zum Essen dürfen sie mitgebracht werden, allerdings nur im Bereich gegenüber der Bar, wo es, ehrlich gesagt, auch viel ruhiger zugeht als im Speisesaal, in dem seit kurzem sogar der Service-Roboter Marie als Abräumhilfe die Service-Brigade unterstützt.
Dass von allem reichlich da ist und es viel Freiheit gibt, ist eines der Grundprinzipien im Hochschober. Das zeigt sich bereits beim Frühstück mit einem üppigen Buffet, das sich auf mehrere Räume und Erlebnisstationen erstreckt. Selbst Gäste mit Nahrungsunverträglichkeiten werden bedacht und Teeliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Würde man jeden Tag eine neue Sorte probieren, wäre man nach 40 Tagen immer noch hier.

PULVERSCHNEE UND ZUGEFRORENE SEEN – WO GIBT’S DENN NOCH SOWAS?
Bereits Ende November wird auf der Turracher Höhe die Skisaison mit 13 Bahnen und Liften und 38 Pistenkilometern eröffnet. Dann fährt er wieder quer über den zugefrorenen See: der als Skitaxi umgebaute John-Deere-Traktor mit einer Traube johlender Skifahrer im Schlepptau.
Zum Skilift auf Kärntner Seite sind es hingegen nur 200 Skischuh-Schritte vom Hotel.
Und wenn der Schnee unter den Stiefeln schön knirscht, dann ist die Chance groß, dass man oben durch Pulver talwärts zischt.
Fährt man übrigens kurz vor Liftschluss die 2.225 Meter hoch gelegene Kornockbahn durch die Nadelwaldschneisen hinunter, dann kann es schon einmal vorkommen, dass sich aus den schneeverkrusteten Zedern kleine Kobolde hervorstehlen.
Oder ist das nur der Höhenrausch?
HOTEL HOCHSCHOBER
Mehr Informationen: www.hochschober.com Bitte verlinken
AKTIVPROGRAMME IM HOCHSCHOBER
- 6. bis 11.12.26 | Yoga Woche |Andrea Danke
- 13. bis 18.12.26 | Sauna-Tage im Advent “Zimt & Zirbe” |Alen Pikon
- 17. bis 22.1.27 | Frauen Retreat |Anna-Maria Cavini
- 24. bis 29.1.27 | Sauna-Tage im Winter | Alen Pikon
- 28.2. bis 5.3.27 | Eisbaden Woche | Josephine Worseck & Douwe van den Berg
- 7.3. bis 12.3.27 | Yoga Woche | Wesley Bassett
- 14. bis 19.3.27 | Sauna-Tage | Alen Pikon
Fotos: Hotel Hochschober / WKM SOBIAN, TMG_ThomasSobian, Daniel Zangerl




